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Archiv für die Kategorie ‘Silbermanipulation’

Die Börsen und die Übertreibung

9. Februar 2012 1 Kommentar

Die Börsen sind dafür bekannt nicht rational zu verlaufen. Der Hauptgrund dafür ist, dass es zum Großteil letztlich eben doch noch Menschen sind welche die Kurse beeinflussen und Menschen haben nunmal Emotionen und handeln nicht immer rational. Herrscht ein Umfeld aus Angst, wie beispielsweise im August 2011, dann werden gute Nachrichten gerne ausgeblendet, schlechte dagegen besonders beachtet. Dies nennt man auch selektive Aufmerksamkeit, der Mensch sucht sich immer Gründe welche die eigene Meinung bzw. die eigenen Erwartungen bestätigen – ähnlich wie bei Vorurteilen

An den Börsen wird dieser Effekt noch durch den Herdentrieb verstärkt: je mehr Marktteilnehmer eine sehr bullishe oder eine sehr bearishe Sichtweise haben, dementsprechend die News und Signale filtern und entsprechend handeln, desto stärker bewegt sich der Markt in eine bestimme Richtung. Je stärker sich die Kurse jedoch bewegen, desto mehr Menschen springen auf den Zug auf, denn der Mensch fühlt sich in einer großen Gruppe Gleichgesinnter wohler als alleine auf weiter Fluhr. Dies ist übrigends auch der Hauptgrund, warum so wenige Anleger antizyklisch agieren, also kaufen wenn die Panik am größten ist und verkaufen wenn die große Mehrheit von einem immerwährenden Boom ausgeht. Der Mensch fühlt sich schlichtweg nicht wohl darin seine eigene Meinung zu bilden und danach zu handeln, lieber geht er in einer großen Gruppe – wissentlich – unter, als alleine Recht zu haben zu können.

In der jüngeren Vergangenheit bieten die Börsen, und hier vor allem der Dax, zwei sehr gute Beispiele dafür, was für Auswirkungen Herdentrieb und selektive Wahrnehmung, gepaart mit Angst bzw. großem Optimismus haben können. Ein Blick auf den Dax Chart vom August 2011 offenbart ein wunderbares Beispiel von starker Fokussierung auf negative Nachrichten, gepaart mit dem erwähnten Herdentrieb. So stürzte der Dax innerhalb von nur acht Handelstagen in der Spitze um mehr als 23 Prozent ab. Zwar gab es auch ein charttechnisches Signal (Bruch des Supports bei 6.990 Punkten) allerdings wurde dieser Mini-Crash hauptsächlich mit der europäischen Schuldenkrise und Sorgen vor einem Einbruch der Weltkonjunktur begründet. Dabei hat sich innerhalb dieser rund zwei Wochen fundamental fast nichts geändert.

Die Probleme um Griechenland sind schon seit 2010 öffentlich bekannt, auch Spanien und Italien sind nicht innerhalb dieser acht Handelstage ins Feuer der “Spekulanten” geraten. Zwar gab es ein paar nicht ganz überzeugende Wirtschaftsdaten, diese haben die konjunkturellen Aussichten aber nicht plötzlich von Aufschwung auf Einbruch gedreht. Was war also passiert? Ganz genau kann das natürlich niemand beantworten, die Abstufung der USA durch S&P war aber definitiv nicht der Grund. Diese erfolgte nämlich erst am 6.August und damit gegen Ende des Börsenabsturzes. Eine nicht unbedeutende Rolle spielte sicher auch das High Frequency Trading, worauf ich in der nächsten Woche genauer eingehen werde.

Der Hauptgrund dafür, dass der Aktienmarkteinbruch in diesem Umfang möglich war, war und ist jedoch die Psyche der Anleger. Je stärker der Dax fiel, desto stärker wurde der Fokus auf die negativen Schlagzeilen gelegt. Gleichzeitig haben immer mehr Investoren kalte Füße bekommen und sind ausgestiegen, wodurch die Kurse noch weiter gefallen sind. Leztlich war es wahrscheinlich eine Mischung der folgenden Komponenten: selektive Aufmerksamkeit, negative Fundamentaldaten, Angst und der Herdentrieb, wenn viele andere Menschen ihre Aktien verkaufen das gleiche zu tun. Dies ist natürlich ein sich immer weiter verstärkender Teufelskreis, welcher nur durch exogene Faktoren durchbrochen werden kann. Auch hier ist es natürlich nur Spekulation, auffällig ist jedoch dass das Tief im September 2011 relativ genau eine 61 prozentige Korrektur des Bullenmarktes von März 2009 bis Juli 2011 ist. Eine Korrektur um 61 Prozent gilt als das maximale Ausmaß einer Korrektur, ohne das der vorherrschende Trend gebrochen wurde. Hier könnten also einige instututionelle Anleger eingestiegen sein und den Markt damit gestützt haben.

Auch der starke Aufwärtstrend in welchem sich der Dax nun seit Ende Dezember befindet, könnte durchaus ein Beispiel für eine Übertreibung sein. Es hat sich seitdem fundamental nicht wirklich etwas geändert: Griechenland ist immernoch pleite, in den letzten Wochen wechseln sich positive und negative Schlagzeilen bzgl. des Schuldenschnittes regelmäßig ab. Mit Ausnahme der offiziellen Zahlen zum amerikanischen Arbeitsmarkt haben sich auch die Konjunkturdaten nicht gebessert, so deuten die Einkaufsmanagerindizes in einigen europäischen Staaten immernoch auf eine Rezession hin. Es fällt allerdings ins Auge, dass der Startschuss für den momentanen Aufwärtstrend mit der Ausgabe des Langfristtender durch die EZB übereinstimmt. Ist die momentane Rallye also einfach nur von billigem Geld getrieben? Dies ist sicherlich ein Grund, doch ein Blick auf die Einlangenfazilität der EZB zeigt, dass ein großer Teil des billigen Geldes direkt wieder bei der Zentralbank eingelagert wurde.

Somit fällt auch in diesem Fall der Blick auf die Psyche der Marktteilnehmer. Lässt man die Kommentare und Artikel in den Wirtschaftszeitungen und von den “Experten” im Fernsehen einmal Revue passieren, so fällt doch auf, dass die positiven Nachrichten immer besonders betont wurden. Außerdem sind die Aktienmärkte auffällig oft auch an den Tagen gestiegen, an welchen schlechte Nachrichten aus Griechenland oder von Seiten der Konjunktur zu hören waren. Diese scheinen einfach ausgeblendet worden zu sein, Stichwort selektive Wahrnehmung.

Damit liegt für mich der Verdacht nahe, dass wir es auch jetzt mit einer Übertreibung an den Börsen zu tun haben, welche zwangsläufig irgendwann korrigiert wird. Die Situation ist momentan zwar nicht so ausgeprägt wie im August 2011, da auch das billige Geld der EZB und die Hoffnung auf QE3 durch die FED eine nicht unwesentliche Rolle spielen, eine gewisse Überreaktion der Anleger scheint mir allerdings der Fall zu sein. Das Ende einer solchen irrationalen Übertreibung lässt sich relativ gut abschätzen, indem man die Reaktion der Kurse auf wichtige News beobachtet. Sobald der Kurs bei deutlich besser als erwartet ausgefallenen Daten nicht mehr steigt (oder sogar fällt) ist höchste Vorsicht geboten. Dies ist heute der Fall. Umgekehrt gilt selbiges natürlich in einem Abwärtstrend.

Ich hoffe dieser Artikel hilft etwas dabei, die teilweise auf den ersten Blick willkürlich erscheinenden Bewegungen an den Börsen etwas besser zu verstehen. Die menschliche Psyche ist und bleibt der wichtigste Teil im Börsenhandel und wenn man versteht welche grundlegenden Gemeinsamkeiten die Personen hinter den Bildschirmen in ihrem Verhalten haben, hat man schon einen wichtigen Teil verinnerlicht.

Blutbad im Silber: -22 Prozent in zwei Tagen

24. September 2011 3 Kommentare

In den letzten beiden Handelstagen hat sich ein wahres Blutbad im Silbermarkt abgespielt: innerhalb von nur 28 Handelsstunden rauschte der Silberkurs um gut 22 Prozent nach unten. Solche Bewegungen gab es zuletzt Anfang Mai zu bestaunen, als Silber in nur fünf Handelstagen ca. 28 Prozent verlor. Dieser Crash folgte allerdings auf die beeindruckende Rallye, in der Silber seit Sommer 2010 ca. 170 Prozent gewann.

Das ist nun anders. Der Kurs befand sich zwar in einem Aufwärtstrend, allerdings verlief dieser nicht besonders steil und es gab immer mal wieder stärkere Rücksetzer. Dabei hat sich ein bearisher Keil gebildet (aufeinander zu laufende rote Trendlinien), weshalb aus charttechnischer Sicht zwar mit fallenden Kursen zu rechnen war, allerdings noch nicht jetzt und auch bei weitem nicht so drastisch.

1 Jahres Chart

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Diese Chance haben sich JP Morgan und die üblichen Verdächtigen natürlich nicht entgehen lassen und das allgemein bearishe Marktumfeld genutzt um der Abwärtsbewegung etwas mehr Schwung zu verleihen – mit Erfolg wie der obige Chart zeigt. Es lassen sich zwei Gründe finden, warum Silber fällt: zum einen hatten es die Veröffentlichungen von FED, IWF und Weltbank in dieser Woche in sich. Das globale Risiko einer Rezession ist stark gestiegen, die amerikanische Wirtschaft ist weiterhin am Boden und mit Deutschland fällt auch die Exportlokomotive Europas aus. Da Silber hauptsächlich ein Industriemetal ist, haben diese Aussagen natürlich auf die Stimmung geschlagen. Starke Verluste sind auch in anderen Industriemetallen zu sehen, beispielsweise Kupfer.

Der andere Grund ist zwar nur Spekulation, allerdings dennoch sehr wahrscheinlich. Wie bereits Ende August gab es heute Gerüchte, dass einige große Anleger derzeit Liquidität benötigen und deshalb teilweise Positionen schließen müssen. So soll es heute zur Zwangsliquidation von Beständen eines Hedgefonds im Gold-ETF GLD gekommen sein. Gründe für den Liquiditätsbedarf können beispielsweise schlechtere Möglichkeiten zur Refinanzierung sein (hier wären vor allem Banken betroffen) oder aber die Hinterlegung bestimmer Positionen mit mehr Liquidität, welche sich aktuell stark im Minus befinden.

Was auch immer die wahren Gründe sind – wahrscheinlich eine Mischung verschiedener Einflussfaktoren – die Erfahrung lehrt uns, dass die weitere Entwicklung im Silbermarkt nur schwer zu prognostizieren ist. Schuld daran sind zum einen die Marktenge (der Spotmarkt für Silber hat ein tägliches Handelsvolumen von nur ca. 11 Milliarden US-Dollar) und die unterschiedlichen Interessen, welche sich aufgrund der geringen Größe des Marktes relativ leicht umsetzen lassen. Es kann nächste Woche nochmal um 20 Prozent nach unten gehen, es kann aber auch eine Gegenreaktion von über zehn Prozent nach oben geben. Dementsprechend sind die Pfeile im Chart nur ein Anhaltspunkt und meine persöhnliche Meinung, Charttechnik ist in diesem Umfeld aber nicht das Non plus ultra.

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Diese Grafiken machen Angst

1. September 2011 2 Kommentare

Die Zukunftsaussichten in der Wirtschaft und an den Börsen sind momentan so ungewiss wie schon lange nicht mehr: befinden wir uns auf dem Weg in eine zweite Rezession oder ist es nur eine Wachstumsdelle, wie geht es mit der weltweiten Schuldenproblematik weiter, können die Schwellenländer die Probleme der großen Industriestaaten ausgleichen? Die folgende Grafik der Societe Generale kann einem dabei Angst machen:


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Hier wurde der Kursverlauf des S&P 500 sowie des Euro Stoxx50 seit 1990 über den Verlauf des Nikkei ab 1979 gelegt. Es zeigt sich eine beeindruckende Analogie und das nicht nur in den großen Trendwechseln. Selbst kleinere Einbrüche/Rallyes sind teilweise fast identisch. Auch ist auffällig, dass in Japan der Abwärtstrend ebenfalls mit einer Immobilienkrise begann, ähnlich wie wir es 2007 in den USA erlebt haben.

Besteht also auch in den westlichen Industrieländern die Gefahr eines “verlorenen Jahrzehnts? Ich glaube nicht, weil die Rahmenbedingungen heute anders sind als damals. Alleine die riesigen Schwellenländer wie China, Indien oder Brasilien werden die Weltwirtschafts und damit auch die USA und Teile Europas mit ihrer Nachfrage nach Produkten “am Leben erhalten”. Außerdem wird es in naher Zukunft einen Systemwechsel geben müssen, denn ein exponentielles System wie der Zinseszins, auf dem unser Finanzsystem aufgebaut ist, kann logischerweise nur eine bestimmte Zeit existieren. An den Beispielen der Staatsschulden merkt man, dass diese Zeit bald vorüber sein drüfte.

Mit den zwangsläufigen Systemwechsel oder -neustart dürfte auch die weltweite Konjunktur einen Schub bekommen. Nicht zuletzt die FED und die EZB werden dafür sorgen, dass die Wirtschaft in Bewegung bleibt. Durch neue quantitative Maßnahmen werden die Märkte kurzzeitig gepusht, mittelfristig wird das Ende des derzeitigen Systems beschleunigt. Eine über viele Jahre stagnierende Wirtschaft kann ich mir schlichtweg nicht vorstellen, womit sich auch die Aktienkurse meiner Einschätzung nach anders als in Japan entwickeln werden.

Trotz alledem ist es sicherlich nicht falsch zu sehen, dass zwischen unterschiedlichen Märkten in verschiedenen Zeiten durchaus Gemeinsamkeiten hinsichtlich der Richtung und der Rhytmik bzw. bestimmter Zyklen bestehen. Nachfolgend noch ein Vergleich zweier Kursverläufe, ebenfalls um elf Jahre verschoben. Es handelt sich hierbei um den MSCI Japan Index (zeitlich verschoben) und den MSCI USA Index:


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Auch wenn ich nicht von einer Dekade der Stagnation ausgehe, so könnte es durchaus sein dass sich die Aktienmärkte momentan auf dem Weg in einen möglicherweise mehrjährigen Bärenmarkt bewegen. Diese These stützt auch die umfassende Dax-Chartanalyse vom 07.08.2011 (hier die beiden 9 Jahres Charts). Eine vom schweizer Vermögensverwalter Felix Zulauf befürchtete “Japanifizierung” halte ich allerdings für unwahrscheinlich.

Noch eine Marginerhöhung bei Gold?

Der Goldmarkt musste in den letzten drei Wochen gleich drei Marginerhöhungen verkraften: am 11.08 erhöhte die CME die Gold-Margin um 22 Prozent, am 23.08 wurden die Marginanforderungen an der Shanghai Gold Exchange um 12 Prozent angehoben und ab morgen (26.08.) wird die CME die Margin erneut anheben – diesmal um 27 Prozent. Sehr gut informiert ist jedes Mal der Broker Interactive Brokers, welcher seine Kunden bereits vor den letzen Erhöhungen frühzeitig warnte. Heute war es dann wieder soweit:

To HKMEX,NYMEX,NYSELIFFE traders:

Thu Aug 25 13:54:57 2011 EST

As a result of the continued volatile trading environment, please be advised that exchange margins and/or house margins are likely to increase overnight and over the next couple of days, particularly in the metals. For exchange specific increases, please visit the respective websites. IB will also be increasing the gold derivatives margin. Please monitor any affected holdings closely and manage your risk accordingly.

Man darf also in den nächsten Tagen mit einer weiteren Erhöhung der Marginanforderungen seitens der CME rechnen. Gut möglich, dass nun auch im Goldmarkt die zittrigen Hände aus dem Markt gespült werden sollen, ähnlich wie wir es im Silber Anfang Mai gesehen haben. Damals ließen fünf Marginerhöhungen innerhalb kurzer Zeit den Silberpreis in wenigen Tagen um über 30 Prozent einbrechen. Aufgrund seiner Größe wird der Goldmarkt zwar nicht so stark manipuliert wie Silber, dennoch sehen einige große Marktteilnehmer lieber einen sinkenden statt steigenden Goldpreis. Die Begründung ist hier die Gleich wie bei Silber: beide Edelmetalle gelten als Fiberthermometer der Finanzmärkte. Steigende Preise lassen auf eine steigende Risikoaversion und Unsicherheit der Anleger schließen, schließlich gilt Gold noch mehr als Silber als “sicherer Hafen”.

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Silber im US-Handel mal wieder stark unter Druck

25. August 2011 1 Kommentar

In den letzten Tagen hat Silber seinem Ruf als sehr volatiles Investment mal wieder alle Ehre gemacht. Dabei zeigt sich einmal mehr, dass man in diesem Markt eine besonders zuverlässige Rhytmik ablesen kann: nach oben geht es vor allem im asiatischen Handel, vom London opening bis zur US-Vorbörse (14.30 Uhr) setzt sich der Trend aus dem Asien-Handel oftmals fort. Doch während des Handels in den USA steigt der Verkaufsdruck in der Regel stark an. Besondere Zeitpunkte sind hier 14.30 Uhr (Eröffnung der Vorbörse), 15.30 Uhr (regulärer Handelsstart in New York) und zwischen 16.00 und 17.00 Uhr.

Wenn Silber bisher gestiegen ist, dann dreht der Kurs zu diesen Zeiten den Trend, ist der Kurs bisher gefallen, dann beschleunigt sich der Abwärtstrend. Ich hatte zwar schon ein paar Charts dazu gezeigt, dennoch ist es faszinierend wie der Kurs immer wieder zu genau diesen Uhrzeiten einbricht. Vornehmlich passiert dies nach einem kräftigen Anstieg über mehrere Tage, wie auch dieses Mal. In fünf Handelstagen ging es um über 10% nach oben, am Dienstag erfolgt dann der Einbruch: in der Spitze gut 10 Prozent Verlust in nichteinmal 48 Stunden.

Silber: 15 Minuten Chart (eine Kerze entspricht 15 Minuten)

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Im Stundenchart wird das Verhältnis der Auf- und Abwärtsbewegungen noch deutlicher. Der Kurs quält sich (mit Ausnahme eines Tages) regelrecht nach oben, fällt dann allerdings wie ein Stein. Hier sind ganz klar JP Morgan und andere Manipulateure am Werk.

Silber: 1 Stunden Chart (eine Kerze entspricht einer Stunde)

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Der Hauptgrund für dieses Abverkauf dürfte die erneute Marginerhöhung der CME bei Gold sein. Wie ZeroHedge meldete, erhöhte die CME gestern (24.08.2011), die zu hinterlegenden Sicherheiten für Goldfutures um satte 27 Prozen. Bereits vor einer Woche gab esErhöhungen der CME um 22% und der Shanghai Goldexchange um 26%. Da scheinen einige Händler bei den starken Preisanstiegen in Gold und Silber wohl ziemlich ins Schwitzen gekommen zu sein. Trading mit Derivaten wie CFDs oder Knock-Out Produkten ist in einem solch manipulierten Markt meiner Meinung nach reines Glücksspiel. Außer bei den Uhrzeiten weiß man eigentlich nie, wann wieder zugeschlagen wird. Mit einem physischen Investment dürfte man langfristig allerdings ziemlich sicher auf der richtigen Seite stehen.

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Silber: mal wieder abwärts

Tja, eigentlich war es nicht anders zu erwarten: Silber bahnte sich in den letzten Tagen und Wochen langsam aber sicher seinen Weg nach oben, heute wurde sogar die $42 Marke kurzzeitig durchbrochen. Doch wie man es schon gewohnt ist, wurde der Tageshöchstkurs fast punktgenau um 16 Uhr MEZ erreicht, von da an ging es wiedereinmal abwärts. JP Morgan scheint es wiedereinmal zu viel geworden zu sein.

Doch heute wurden sie durch Gerüchte unterstützt, wonach die Margin für Gold angehoben werden soll, Silber könnte das gleiche Schicksal blühen. Somit ging es beim Silber innerhalb von nur etwa zwei Stunden intraday um fast 9 Prozent nach unten, Gold verlor vom Tageshoch immerhin knapp 2,5 Prozent. Ein gefundenes Fressen diese Gerüchte für JP Morgan, vielleicht aber auch nur die Ernte der eigenen Saat…

Hier der 15 Minuten intraday Chart vom Silber (eine Kerze=15 Min.)

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Letztlich sind es jedoch alles Verzweiflungstaten, sowohl Silber als auch Gold werden ihren Weg nach oben finden. Momentan deutet alles darauf hin, dass sich die US-Wirtschaft schon bald wieder in einer Rezession befinden wird, eine Deflation wäre die logische Folge. Da dies die reale Staatsverschuldung allerdings noch stärker würde ansteigen lassen, kann die FED gar nicht anders als bald wieder mit dem Aufkaufen von Staatsanleihen (QE3) zu beginnen und so zusätzliche Liquidität in die Märkte zu pumpen.

Dabei bleibt abzuwarten wie seh sich ein positiver Effekt in der Realwirtschaft einstellt. Bereits bei QE1 und QE2 hat man gesehen, dass ein Großteil des neu gedruckten Geldes innerhalb der Finanzmärkte bleibt. Statt für Kredite, nutzten die Banken dieses billige Geld viel lieber für den lukrativen Eigenhandel mit Wertpapieren und Rohstoffen.

Ähnlich wird es wohl auch dieses Mal ablaufen. Da sich die Aktienmärkte aber nicht beliebig stark von der Realwirtschaft abkoppeln können – irgendwann merken zu viele Marktteilnehmer dass ein Aufwärtstrend irrational stark ist – wird sich die Liquidität andere Wege suchen. Staatsanleihen sind eine Möglichkeit, allerdings werden diese zunehmend unter den Verschuldungsproblemen vieler Staaten zu leiden haben. Bleiben noch Rohstoffmärkte und hier vor allem Gold, da dies für viele Menschen eine Absicherung gegen eben diese Verschuldung bzw. die daraus resultierenden Konsequenzen ist. Inwiefern Silber, welches eine große industrielle Bedeutung hat, da mitziehen kann bleibt abzuwarten.

Silber bald bei $100 pro Unze…

…das halten zumindest die technischen Analysten der Citigroup für möglich, sofern der Silberpreis einem ähnlichen Muster wie in den Jahren 1971 bis 1980 folge. Das Jahreshoch aus 2011 liege auf dem gleichen Niveau wie 1980 und man denke daher, dass der langfristige Aufwärtstrend noch nicht vorbei sei. Bei neuen Höchstständen (also über 50 US-Dollar) könne sich eine deutliche Kursbeschleunigung ergeben, da der Kurs dann auf keine cahrttechnischen Wiederstände mehr stoßen würde.

Die Korrektur seit April sei beendet und der Kurs habe einen Boden gebildet, der die Basis für einen neuerlichen starken mittelfristigen Anstieg bieten könnte. Ein baldiger Anlauf auf zunächst 49,00 US-Dollar-Marke wäre nicht überraschend. Dies ist der Inhalt eines Gesprächs zwischen Tom Fitzpatrick von der Citigroup und der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Normalerweise sind Analystenmeinungen höchstens zur Unterhaltung zu gebrauchen. Im Silbermarkt sieht die Sache allerdings etwas anders aus, denn die Interessen der Marktteilnehmer sind hier deutlicher. Da die Großbanken JP Morgan sowie HSBC Silber mit aller Macht nach unten zu drücken versuchen, waren von diesen Instituten schon des öfteren negative Analysen zu lesen. Der eigentliche Sinn der von Banken veröffentlichten Analysen ist nämlich die öffentliche Meinungsbildung zu eigenen Gunsten zu steuern. Hält eine Bank Aktien eines bestimmten Unternehmens so werden von dieser Bank in der Regel nur positive Kommentare zu lesen sein, hat das Finanzinstitut den Einstieg verpasst und hofft auf tiefere (Kauf-)kurse oder ist sogar short, so äußern sich die Analysten dieser Bank normalerweise ziemlich negativ über die jeweilige Aktie oder Rohstoff.

Interessant ist nun der Zeitpunkt, zu welchem die Citigroup ihre Analyse veröffentlicht, welche immerhin ein Kurspotential von über 100 Prozent offenbart. Es ist zwar nur eine Vermutung meinerseits, doch im Silberchart ist vor etwa drei Wochen plötzlich eine kleine Rallye gestartet. Deren Ursprung kann eigentlich nicht der kleine Doppelboden vom 27.06. bis 04.07. sein, diese Chartformation ist dafür zu klein. Auch Griechenland kommt als Grund nicht in Frage, schließlich sankt der Silberpreis immer weiter als schon öffentlich intensiv über eine mögliche Umschuldung oder sogar einen Zahlungsausfall diskutiert wurde.

Vielmehr könnte es sein, dass sich die Citigroup und andere große Akteure hier long positioniert haben und diese Long-Position jetzt pushen wollen. Diese These unterstützt auch der aktuelle Commitment of Traders Report der amerikanischen Futures-Aufsicht CFTC: im Vergleich zum am 12.07. erschienen Report wurde die Anzahl der Long-Positionen unter der Kategorie “Managed Money” deutlich aufgestockt. Ein ähnliches, wenn auch nicht so deutliches Bild zeigt sich im Vergleich des 12.07. zum 05.07.

Hier das aktuelle CoT zu Silber, vom 19.07.

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Wie bereits geschrieben ist das nur eine Vermutung, doch wenn die Citigroup sich wirklich mit einer deutlichen Position auf der Long Seite positioniert hat, dann hätten die Silberbullen einen mächtigen Verbündeten. Nichtzuletzt da Silber per Wochenschlusskurs über der wichtigen Marke von 40 US-Dollar geschlossen hat, könnte ein Investment hier durchaus sinnvoll sein.

 

Unkraut vergeht nicht

13. Juli 2011 1 Kommentar

Ruhig ist es geworden um den Silberpreis. Nach der deutlichen Korrektur Anfang Mai bewegt sich Silber momentan in einer – im Vergleich zur vorherigen Rallye engen – Range von maximal sieben US-Dollar. Es gab in den letzten Wochen immer mal neue Versuche einen Aufwärtstrend zu etablieren, nach ein oder zwei starken Verlusttagen war es dann aber auch schon wieder vorbei.

Dabei kann man etwas beobachten, was inzwischen etwas auf dem Blickfeld geraten ist: JP Morgan und Konsorten kämpfen nach wie vor gegen steigende Kurse beim Silber. Mühsam klettert der Kurs ein paar Tage bergauf, dann kommt ein kurzer Abwärtsfall und innerhalb von wenigen Stunden sind die Gewinne der Vortage dahin.

So konnte der Kurs in den letzten eineinhalb Wochen dank der zunehmenden Sorgen um die PIIGS-Länder zulegen. Sowohl vorgestern als auch gestern wurde den Silber-Bullen dann aber der Kopf gewaschen: innerhalb weniger Stunden ging es jeweils um über drei Prozent nach unten, wobei sich Silber gestern wieder erholen konnte. Wie gewohnt begann der Kursrutsch am Montag um 16.30 Uhr, also eine Stunde nach Eröffnung der US-Börsen. Gestern um 8.30 Uhr und damit in der Londoner Vorbörse. Wer meine Artikel zur Silbermanipulation schon länger liest weiß, dass vor allem 16.30 Uhr sehr beliebt für Drückungsaktionen ist.

Hier der 15 Minuten-Chart der letzten Tage (eine Kerze = 15 Minuten). Die besagten Stellen sind markiert.


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COMEX Lagerbestände “sinken” weiter

2. Juni 2011 2 Kommentare

Vor etwa einem Monat “verlor” das Comex-Lager Sotia Mocatta 25 Prozent seines registrierten (lieferbaren, physischen) Silbers. Nach einer Neueinstufung mussten 5.287.142 Unzen Silber in die Kategorie “Eligible“ (nicht lieferbar) umgebucht werden, was die lieferbare Silbermenge von 11,8 Millionen auf 6,5 Millionen Unzen reduzierte. Natürlich wurde darauf hingewiesen, dass dies nur temporär wäre und überhaupt nicht der Rede wert – außerdem hätte die Comex genug Silber zur Auslieferung vorrätig.

Die gestern veröffentlichente Comex-Lagerdaten zeigen, dass erneut 1.456.488 Unzen physisches Silber in die Kategorie „nicht lieferbar“ umgebucht werden mussten. Das heißt, dass Scotia Mocatta über Nacht einen “Verlust“ von 24% seines lieferbaren Silbers verbuchen musste. Seit 20. April beträgt der Verlust an physischem Silber nun 60 Prozent! Eine temporäre Erscheinung sieht anders aus…

Dabei ist Scotia Mocatta nicht das einzige Lagerhaus: auch HSBC und Delaware mussten ihre Bestände neu deklarieren (siehe Grafik unten). Das Interessante ist aber, dass sich die Gesamtmenge des Silber kaum geändert hat. Es wurde lediglich die Menge des lieferbaren Silber verringert und die des nicht lieferbaren erhöht. Das Verhältnis von lieferbarem zu nicht lieferbaren Silber war vor einem Monat noch 57% zu 43%. Das änderte sich nun auf 24% zu 76%.

COMEX-Lagerbestände vom 1.Juni

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Quelle: Comex

COMEX-Lagerbestände vom 20.April

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Die Gesamtmenge des lieferbaren, physischen Silbers ist auf ein Allzeit-Tief von 29.261.638 Millionen Unzen gefallen. Es war ein Glücksfall für das Manipulations-Kartell, dass es gestern Abend zu massenhaften Kontraktauflösungen aufgrund von Margincalls kam und der Silberpreis innerhalb weniger Minuten um rund 4 Prozent gefallen ist. Das hat ihnen noch ein paar Tage Zeit gekauft.

Der Silbermarkt gehört zwar schon seit vielen Monaten zu den interessantesten Märkten, nun könnte es langsam aber wirklich spannend werden. Die CME Group ist momentan wie ein angeschossenes Tier: noch nicht tot, dafür aber umso gefährlicher und unberechenbarer. Von Investitionen über Derivate ist abzuraten, denn man weiß nicht was sich die CME mit der FED im Rücken alles einfallen lässt, um den Silberpreis zu drücken. Marginerhöhungen dürften hier das bevorzugte Mittel sein, deren Wirkung hat man ja Anfang Mai deutlich gesehen. Auch ein verstärktes Short-Selling durch JP Morgan und HSBC ist wahrscheinlich. Je nachdem wie sich die Lage weiter entwickelt, könnte es irgendwann sogar zu einem Verkaufsverbot für Silber kommen – zumindest in den USA.

Die Silber-Drücker werden jedenfalls alles tun, um nicht die Lieferunfähigkeit eingestehen zu müssen. Wer dann physisches Silber hat, ist klar im Vorteil, denn das kann man nicht mehr wegnehmen.

Asiaten kaufen nach wie vor massiv Gold und Silber

16. Mai 2011 2 Kommentare

Im Interview mit dem bekannten amerikanischen Jounalisten Larry King machte eine Trader aus London heute das ungebrochene Interesse der Asiaten an Investments in Edelmetallen deutlich.

So kommentierte der Trader die heutige Entwicklung der Preise (Gold quasi unverändert, Silber -2%): früher waren es etwa 50 Prozent – aber mittlerweile scheint es so zu sein, dass viele Menschen ihr Vertrauen in die Mainstreammedien und in die Regierungen verloren haben. Die Stimmung in Europa ist umgeschlagen, die Menschen trauen den Aussagen der Politiker und auch den Inflationszahlen nicht mehr, desshalb investieren immer mehr Menschten in Gold und Silber. Es herrscht eine andere Denkweise als noch vor zehn Jahren.

Auf die Frage nach den aktuellen Kursverläufen der Edelmetallmärkte antwortete der Händler, dass wir heute Morgen folgende Situation sehen: Hedgefunds gehen long im Gold und short im Silber. Viele dieser Hedgefunds werden von Kindern geleitet, welche seit grade mal drei Jahren aus der Universität sind und nun nicht wissen was sie tun. Sie bewegen lediglich einen Punkt hoch und runter auf ihrem Monitor und schauen nicht auf die Lagerbestände an der COMEX oder darauf, dass immer mehr reale Silberbestände den weltgrößten Silber-ETF SLV verlassen.

Gold wird wohl nicht viel weiter fallen als es jetzt schon ist – also sollten wir auch im Silbermarkt nicht mehr allzuviele Verluste sehen. Shanghai schloss gerade mit einem Anstieg im Gold. Wenn man sich anschaut was beim Goldpreis am Freitag passiert ist, ist der Zeitpunkt des Absturzes interessant. Nach dem Fixing, also nachdem der Handelstag in London beendet war, erschienen plötzlich 35.000 Kontrakte auf der Verkäuferseite. Der Handel in Asien und in London war beendet und die Amerikaner haben den Goldpreis mittels Papiermetall nach unten geschlagen haben.

Immer mehr Marktteilnehmer fangen an zu glauben, dass dies ein Zeichen der Schwäche der Bären ist. Auf diesen Preislevels sehen wir beträchtliche und konstante Käufe aus Asien. Ob wir den Tiefpunkt nun erreicht haben oder nicht, jeder Rückschlag wird aggressiv gekauft.

Es scheint so, als ob an der COMEX inzwischen viele kleine Spekulanten aus dem Markt geworfen wurden. Außerdem ist der Open Interest auf einem Level, wie bei Preisen von etwa $28 als wir auf dem Weg in Richtung der 50 Dollar waren. Das SmartMoney [also die großen Händler wie bsp. Fonds] nutzen diese Preise um physisches Metall in großen Mengen zu kaufen.

Jedes Mal, wenn der Silberpreis in Richtung der 33 US-Dollar Marke läuft, sehen wir sehr sehr große Käufe, vor allem aus Asien. Die Asiaten versuchen damit, ihre Portfolios breiter zu diversifizieren und so unabhängiger vom Dollar zu werden. Das physisch gekaufte Gold und Silber wird also vorerst nicht zurück auf den Markt kommen.

Diese physischen Käufe sind Teil der Strategie Chinas und anderer asiatischer Länder, den Anteil ihrer physischen Metalle zu erhöhen und gleichzeitig die Dollarbestände massiv zu reduzieren. Diese Entwicklung wird sich wohl noch eine ganze Weile so fortsetzen, wahrscheinlich für mehrere Jahre. Jedes Mal wenn Gold unter die Markte von $1.500 fällt, steigt die Nachfrage aus Asien massiv an, es werden große Mengen physisch gekauft.

Manche Leute sagen,der physische Markt hätte sich vom Papiermarkt abgekoppelt – momentan ist das wahrscheinlich richtig. Aufgrund des großen Open Interest  ist jedoch mit einer größeren Aufwärtsbewegung in der nahen Zukunft zu rechnen, auch wenn momentan etwas Unsicherheit herrscht.

Originalquelle (englisch): http://kingworldnews.com/kingworldnews/KWN_DailyWeb/Entries/2011/5/16_London_Trader_-_Massive_Asian_Buying_of_Physical_Gold_%26_Silver.html

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